Băsescus Lachen: 5 Milionen Rumänen können nicht falsch liegen
Băsescus Lachen: 5 Milionen Rumänen können nicht falsch liegen
Herr Traian Băsescu muss sich köstlich amusiert haben als er sah, dass der große Gewerkschaftsprotest in Rumänien in Luft aufging. Er muss laut aufgelacht haben, als er die armen Fernsehreporter verfolgte, wie diese übereilig und fiebrig sich bemühten, die Staatsangestellten, von Lehrer bis Busfahrer, zu finden um sie zum Streik zu bewegen. Welch große Genugtuung die beiden großen Revolutionäre, Victor Ponta und Crin Antonescu, zu sehen, wie sie in kurzen Hosen ihre Ohnmacht lauthals kund tun, in den Sendungen die einen am meisten verfluchen?!
"Mein Herr, wenn die Mehrheit der Rumänen mit diesem Zustand zufrieden ist, müssen Sie wissen, dass ich mir meine Kleider nicht mehr vom Leib reisen werde, um sie zu überzeugen, dass es ihnen mit mir besser gehen wird. ", regte sich Herr Antonescu Monatgs Abend auf. Dadurch machte er einem viel größeren Frust Luft. Alle die Traian Băsescu abgrundtief hassen, hofften nun, dass es zu Ende sei, fertig, aus. Sie hofften das Volk, angegriffen wo es am meisten schmerzt - an der Geldtasche -, wird sich erheben und eine Revolution machen. Viele, angetrieben von den Bildern aus Griechenland, träumten im Inneren von Molotov Cocktails, mit denen man den "Diktator" in seinem Bau in Cotroceni ausräuchern werde.
Jedoch lösten sich die Illusionen der Wahrsager der Sozialapokalypse, mit den ersten Akkorden des Kaffeekränzchens vor dem Regierungssitz vor zwei Wochen, sofort auf. Der Anblick der wahrhaftigen Wehmut, an der Grenze der Armut angelangter Menschen, verblich im Angesicht der Bilder eines Sommerfests zu den Klängen eines albernen Liedes, mit fantastischer Verführungskraft - wie ich gestern im Fernseher sah. Ein paar Mietzen die den Pinguintanz vorführen, wie auf der Hochzeit, ein Sänger, der die Massen ausnützend, gleich kostensparend ein neues Video, vor dem düsteren Bild mancher lustiger Gewerkschaftler als Bühnenbild, dreht - was hat das alles mit Leiden zu tun?! Die Menschen lachten - das einzige was sie veränderten war die Gramatik, sie lachten sich selber, ohne es überhaupt zu verstehen.
Ihr Lachen verschmolz mit dem großen Gelächter in Cotroceni, so dass jede seriöse Aufruhr lächerlich wurde. Eigentlich, jenseits der konkreten Erniedrigungen dieser Tage, wo wir zur Zwangssolidarität verurteilt sind, jenseits der Tatsache, dass jeder von uns Geld verliert, egal ob er für den Staat arbeitet oder nicht, gibt es, meiner Meinung nach, einen viel fundierteren Grund um sich sorgen zu machen: Wir haben es verlernt ernst zu sein. In der Freude und desto mehr im Leiden muss ein Korn Angemessenheit übrigbleiben, sonst bleib der Eindruck von Hochzeit oder Vorstadtbegräbniss mit Geschrei zurück.
Ich weiss, so sind wir, wir lachen wenn es schlecht geht, ich weiss, frohen Mutes erleiden wir alles, ich weiss, für den Rumänen ist das Lachen der Bruder des Weinens - um das rumänische Sprichwortgut zu zitieren -, aber ich finden vor 15 - 20 Jahren konnte man noch einen Marsch des Schweigens organisieren oder echte Revolutionäre auf die Straße bringen. Etwas ist verloren gegangen. Die Generation der Berufsrevolutionäre, des Universitätsplatzes und dann der Gewerkschafts- oder Studentenstreiks, wurde mit einer aufgeweckten, jedoch kalten Generation ersetzt, die an nichts andreres als an Unterhaltung glaubt. Die Menschen wollen um jeden Preis unterhalten werden, ohne zu bemerken, dass sie diejenigen sind die diesen Preis zu zahlen haben.
Jenseits dieser "großen" Erklärung, gibt es noch fünf Millionen "kleine" Gründe des Mangels an Zivilreaktion zu den von Herr Băsescu angekündigten Kürzungen. Es sind wenige die die zugeben können, dass sie vor sechs Monaten einen Felhelr begagen haben. Der Dagegen Hälfte Rumäniens wird es nie gelingen, die Dafür Hälfte Rumäniens auf die Straße zu bringen um "Nieder mit Băsescu" zu schreien, obwohl alle gleich Leiden. Herr Băsescu kann getrost lachen: fünf Millionen können nicht falsch liegen. Oder, genauer ausgedrückt, fünf Millionen Rumänen können nicht zugegeben, dass sie einen Fehler begangen haben. Viele unter ihnen, ziehen es vor den Streik zu boikkotieren, bevor man den Bürokollegen, die einem Tag für Tag vorwerfen, dass man sich geirrt hat, recht gibt.
Darum wird es auch die gegeben, welche nicht nur die Augen schliessen werden, sondern auch noch lindernde Zustände finden werden "Lügen durch Versäumniss" von denenen jetzt Herr Radu Berceanu spricht: "Sie haben gelogen, aber lügen nicht alle gleich?! Diese sind wenigstens ehrlich."
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