Das Gesicht des staatlichen Angestellten und die Freunde der Armen

Postat la: 02.06.2010 11:30 Ultima actualizare: 20.06.2010 20:42

Das Gesicht des staatlichen Angestellten und die Freunde der Armen

Eine übermäßige Welle an Mitgefühl streut von sehr hoch über die staatlichen Mitarbeiter. Der Präsident Traian Băsescu erklärt - Hand auf's Herz - dass er nicht der Feind, sondern der Freund des Volkes ist, Emil Boc kürzt, seufzend, die Rente seiner Mitter und aus der Abfindung für Babys welche vor der Regierung schluchzen, stürzen sich Adrian Năstase und Ion Iliescu, solidär mit den Armen, über die Reichen, den Abgeordneten aller Parteien und klagen an und stönen am Bildschirm, die Nachrichtensender zeigen ständig weinende Rentner, böse Mütter und erbitterte Gewerkschafter. Ungedachte Sachen finden statt: Das Parlament kürzt Ausgaben, Minister spenden ihre Abfindungen, die Moosbeeren bleiben ohne Sportsaal und der Präsident beantragt die Veröffentlichung der "schamlosen" Gehälter im öffentlichen Bereich. Alle Politiker sind Freunde der Armen, auch diejenigen die auf dem Hinterkopf schlagen. Sie schlagen ein, aber haben Mitgefühl.

Welche wahre Freunde waren sie entlang der Zeit kann man heute sehen, wann ihnen, mit 25% gekürzten Löhnen, fast nichts übrig bleibt. Die PSD, deren vorlauteste Anhänger, hat während seinen Regierungszeiten einen perversen Mechanismus der sozialen Solidarität perfektioniert, welcher mit derselben Widmung von den darauf folgenden Parteien übernommen und durchgeführt wurde. Mit der Erfüllung der eigenen Interessen und deren der Klientelle beschäftigt, haben die Regierenden für die große Masse einen Mechanismus der Partei- und Staatsabhängigkeit erfunden. Dieser funktionierte einfach und rhythmisch, mit erhöhter Drehzahl in Wahljahren. Somit blies der Partei-Staat die Stellen in der Verwaltung auf, fügte fünf Prozent den Gehältern und 10 Prozent den Renten zu, verabschiedete spezielle Gesetze für privilegierte staatliche Mitarbeiter (Richter, Parlamentarier, Soldaten), legte noch eine Zulage, eine Subvention oder eine Sozialhilfe auf die Liste und gab den Bürgern somit den Anschein, dass der Staat und die Partei von deren Schicksal bekümmert sind, dass die geldliche Beziehung zum Staat, auch wenn sie nicht übermäßig ist, Sicherheit bedeutet Vom Staat wurdest du nicht gekündigt, auch wenn du faul und inkompetent warst, da wurde kein Gehalt gekürzt falls man unprofitabel arbeitete, da wurdest du nicht für deine Fehler zur Verantwortung gezogen, und falls du keine Lust zur Arbeit, sondern den ganzen im Wirtshaus zu sitzen hattest, konntest du noch immer die Sozialhilfe erhalten, weil du Arbeitslos warst, armselig, mit Frau und vier Kindern zu Hause. Millionen Rumänen haben somit auf dem Knochenbein des sozialistischen Systems die Abhängigkeit vom Staat aufgebaut, wobei die regierenden Parteien diese periodisch Zulieferten und sich während den Wahlkampagnen in sozialistischen Wettkämpfen der Art "Wer gibt mehr?" widmeten, damit sie die Stimmen auf ihrer Seite anziehen. Es war für die Regierenden einfacher und wirtschaftlicher Sozialhilfe zu treiben, als intelligente Maßnahmen zur wirtschaftlichen Belebung zu denken und einzuleiten, die Beträge auf Investitionen zu richten, die Verwaltung zu dynamisieren und somit Rumänien aus der Schlummerphase zu erwecken, wobei das ebenfalls zur Absenkung der Armen geführt hätte. Die Parteien haben immer kurzfristige Erfolge verfolgt, wobei sie ihre Programme bis zum Horizont der ersten Wahlen durchgeführt haben - andererseits braucht man Zeit für große Projekte. Dass der Staat jetzt nimmt und nicht gibt ist sowohl für die Abhängigen, als auch für Dealer ein echter Schock. Den unkohärenten Reaktionen und dem Jammerchor entsprechend, ist die politische Klasse genau so ergriffen wie die staatlichen Mitarbeiter. Diese wird - allgemein betrachtet - nicht ärmer, aber in anderthalb Jahren sind Wahlen und man fragt sich was sie dann machen werden, wann dem Staat nichts mehr übrig geblieben was ausgegeben werden kann.

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