Warum Rumänien sich zum Teufel schert

Postat la: 02.06.2010 11:44 Ultima actualizare: 20.06.2010 20:42

Marius NIŢU

Rumänien sinkt jeden Tag stärker in den Morast hinein, und das nicht weil es Krise ist, nicht weil es - gemäß des von Boc angeführten Artikel 53 der Verfassung - offiziell Desaster ist, sondern weil es wie ein kaputtes Spielzeug behandelt wird. Jedermann sieht sein eigenes Interesse, das Spielzeug kann sich zum Teufel scheren, es genügt die Batterien zu wechseln oder auf Reserve zu gehen. Nachdem man so 'was tut, wird sich dieses Ländchen wie der Terminator Schwarzenegger erheben, nachdem er sich den vom gegnerischen Roboter verpassten Holzpfeil aus der Brust herauszieht.

Bei Boc's Partei ist es einfach. Traian Băsescu hat die Demokraten gebeten, den Takt zu haben, nicht mehr zu stehlen, also das morale Unterbewusstsein der Partei angesprochen. Sicherlich, die ersten welche nicht mehr stehlen müssen sind solche wie Blaga, Videanu, Berceanu, also genau der oxidierte Teil der PD-L, welcher nicht mehr so gut auf Befehle antwortet. Damit wird die große Krise gelöst, und auch die kleine Krise in der Partei. Diensteifrig hat Sebastian Lăzăroiu, Berater des Präsidenten, noch eine von den Wirtschaftsexperten vergessene Reserve identifiziert - die Liebe der Rumänen für ihre Eltern. Falls Sie nicht wussten, werden die Gehalts- und Rentenprobleme einfacher durch "informelle Hilfsnetzwerke" bewältigt - in Übersetzung: Senioren, seien Sie ruhig, sicherlich werden Ihnen die Kinder helfen.

Die PSD denkt anders. Zur Lösung der Krise stützt sich die Partei von Ponta und Năstase auf eine andere unbenützte Quelle: die Reichen-Reserve Rumäniens. Die Probleme zeigen sich, wann man den Begriff des reichen Menschen - welcher einfach vom Staat versteuert werden kann - erklären muss. Dieser ist der reiche Mitarbeiter, mit großem Gehalt oder mehreren Arbeitsstellen und welcher die Bürde der progressiven, stufenmäßigen Versteuerung spüren muss. Korrekt, diese Aufgefressenen sind gelistet - wir werden doch nicht Tanten Tamaras in der Schweiz ausgraben. Nachdem das Problem nun gelöst wurde, hat sich Ponta weiter der eigenen Sachen gewidmet. Er hat sich beeilt, einen Misstrauensantrag einzuleiten, ohne diese wenigstens eine Sekunde mit der PNL, der anderen Oppositionspartei, zu besprechen. Somit hat Ponta auch die kleinste Chance zerstört, dass die Regierung vom Parlament gewechselt wird - aber dass spielt keine Rolle. Er hat nicht Boc gevögelt, er hat Antonescu gevögelt, er war der erste mit dem Antrag, und das heißt: er spricht die Unmut der Bevölkerung aus. Und bezüglich Antonescu, seine unerschöpfbare fast informationslose Wörterquelle ist, trotz ihrer Gutartigkeit, schwerfällig.

Aber die größte "Trommel" Rumäniens sind weder Moral, noch Reichtum, sondern Gott. Elena Udrea betet, dass der liebe Gott uns hilf nicht wie Griechenland zu landen, andere Politiker anderer Parteien beten, dass es uns besser geht, und die Orthodoxe Kirche nutzt das Phänomen aus. Die überaus gesegneten und überaus gut bezahlten Köpfe der BOR haben einen öffentlichen Appell ausgesprochen, dass die Behörden ja nicht den Baurhythmus neuer Kirchen verlangsamen. Armenhilfe wurde nicht angesprochen, Kultusstätten sind wichtig. Und die Politiker aller Parteien hören ihnen zu. Zum Beispiel errichtet der Liberal-Demokrate Pandele in Voluntari eine Kirche im Wert von 10 Mio. Euro, hoch wie ein 15-stöckiges Hochhaus. Die Kirche hat elektrisch angesteuerte Glocken, Fahrstühle und ein Bunker für 10.000 Personen. Falls eine finanzielle Apokalypse eintreten wird, soll sich wenigstens auch der Teufel erschrecken über die Art und Weise wie wir unser Geld investiert haben.

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1 Comentariu [+] Adauga un comentariu

#1 eeeee 6.07.2010 20:28

de ce nu merge?

 
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