1359 vizualizări 23 aug 2010

Business Magazin analysiert in der heutigen Ausgabe sieben der bekanntesten Mythen über die Rumänen und über Rumänien. Mit Hilfe von Fachleuten und Soziologen beweist die Veröffentlichung, dass wir in den meisten Fällen eine zu gute Meinung von uns selber haben.

Der Name "Kornkammer Europas" der unserem Land anhängt geht auf ein besonderes Ereigniss im Jahre 1938 zurück. Professor Ioan Nicolae Alecu, von der Universität für Agrarwissenschaften in Bukarest, erzählt, dass es in dem Jahr eine weltweite Kornkrise, wegen den schlechten Wetterbedingungen gab. Rumänien exportierte damals drei Millionen Tonnen Korn, aber mit riesigen Kosten für das Volk. "Das Problem war, dass fast das gesamte Korn exportiert wurde und das Land kämpfte mit der sogenannten Brotkrise" sagt Alecu.

Nicht einmal dieses kann nicht genügen um den Mythos der "Kornkammer Europas zu erzeugen" denn 1938 lag der Druchschnittsertrag pro Hektar bei 700 kg Korn, wobei unsere bulgarischen Nachbaren eigentlich das doppelte erzielten (1.440 kg). "Sie waren aber berechneter und haben nicht ihr gesamtes Brot exportiert" sagt der Professor und fügt hinzu, dass sowohl vor 1938 wie auch danach Rumänien keine bedeutende Kornproduktion vorzuweisen hat.

Der Rumäne ist als Dichter geboren. Der Ausdruck gehört Vasile Alecsandri und markiert das Erscheinen einer Schriftstellergeneration die die rumänische Literatur aufgebaut haben. Der Direktor des Nationalen Zentrums für Bücher, eine Institution die sich mit der Bekanntmachung und Übersetzung der rumänischen Literatur beschäftigt, glaubt es sei nur Eigenlob.

"Vielleicht aus Eigenlob, oder Selbstironie, wie ein Trost für die Tatsache dass wir im allgemeinen nicht ernsthaft und akribisch sind, weil uns der Stolz der gut gemachten Sache fehlt, aus einem tiefen Frust heraus, wie eine Rechtfertigung, für den Mangel an Pragmatimus, wodurch der Rumäne einen großen Teil seiner Misserfolge rechtfertigt". Der Schriftsteller Horia Gârbea glaubt, dass die Rumänen zwar viele Dichter haben, die aber in der Kategorie der "Laien" einzugliedern sind. "Die Rumänen haben als Laien einen Hang zu schreiben, so wie ihn die Italiener zum singen haben. Aber die Profis filtern sich heraus, jenseits des Talents, durch das Maß an Kultur, an Ausdauer und Intelligenz die sie besitzen"

Mythen über die Rumänen

Die Rumänen sind intelligent, ein anderes Mythos, welches aber sich wenigstens Statistisch bewahrheitet. 97,6% der Rumänen können lesen und schreiben und jedes Jahr nehmen wir an wenigstens 15 internationalen Wettbewerben, sowohl für Senioren wie auch für Junioren, teil, mit Mannschaften von insgesamt 90-100 Schüler. 90% von diesen gewinnen auch Medaillen. Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass immer mehr Rumänen es vorziehen im Ausland zu studieren und nicht mehr ins Land zurückkehren. Mehr noch, auch die Arbeitsgeber sind nicht sehr aktiv um sie wieder ins Land zu locken, da die meisten Erfahrung und nicht eine fundierte theoretische Bildung suchen.

Die rumänischen Frauen sind die schönsten der Welt, aber wie manche Untersuchungen zeigen, nicht unbedingt die gepflegtesten. Sie befinden sich auf vorletzter Stelle, nach dem Geld das jährlich für Kosmetika und Körperpflege ausgegeben wird, in einer Studie die für 13 osteuropäische Länder durchgeführt wurde.

Daher geben die rumänischen Frauen 32 Euro pro Jahr für Kosmetika aus, also weniger als drei Euro pro Monat, laut Daten der Firma L'Oréal. Was die "natürliche" Schönheit betrifft, glaubt der Soziologe Alfred Bulai dass sie durch den Lokalpatriotismus zu erklären ist. "Es handelt sich um eine soziologische Verhaltensweise die Etnozentrismus genannt wird. Sogar der Beduine sagt, dass die Frau seines Stammes die schönste ist". Der Rumäne ist gastfreundlich, aber umsonst, in anbetracht der Tatsache, dass die Touristen ihn umgehen.

Weil unser Land nicht sehr viele Gäste anzieht und weil die Rumänen die Ferien eher im Ausland verbringen, liegen die Rumänen im Bereich Gastfreundlichkeit hinter den Portugiesen, Schweizer, Inder oder Schweden - Völker die als die gastfreundschaftlichsten der Welt gelten.

Rumänien galt 2004 als der "Schneider Europas", da viele der Kleider der großen Modeunternehmen in unserem Land hergestellt wurden, die Exporte betrugen über 10 Milliarden Euro jährlich. Die Industrie begann mit der Weltkrise zu fallen. 2008 sank die Produktion um 30%, und 2009, um weitere 13 Prozent.

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